Wie es Euch gefällt (2017)

von William Shakespeare; in der Übersetzung von Frank Günther

Eigentlich müsste diese Komödie Wie es uns gefällt heißen, denn die Figuren wechseln ihre Geschlechterrollen scheinbar ebenso beliebig wie ihre Liebespartner. Doch wer hat gut 400 Jahre nach der Uraufführung von Shakespeares anarchisch anmutendem Verwechslungsspiel in idyllischer Natur tatsächlich die Hosen an? Und mit welchen Rollen-Erwartungen sind die Figuren im 21. Jahrhundert konfrontiert?
Bei Shakespeare endet das Stück nach vielen schicksalshaften Fügungen und Wendungen mit einer vierfachen Hochzeit als Happy-End und die alte (patriarchale und heterosexuelle) Ordnung wird wiederhergestellt – diese Inszenierung möchte dies hingegen hinterfragen und stellt nicht nur die Geschlechterrollen zur Disposition.
„Eine Frau zu sein oder ein Mann zu sein, bedeutet Arbeit. Jemand zu sein, der dazwischen oder jenseits davon liegt oder von einem zum anderen wechselt, bedeutet noch mehr Arbeit. Wir stecken viel Energie in die Rollen, die wir spielen, weil wir glauben, dass alles eine Ordnung haben muss und so viel anders auch gar nicht geht. Wir geben uns Mühe, die wir oft kaum bemerken, weil sie so alltäglich geworden ist. Und auch, weil es leichter ist, sich an vorhandene Muster zu halten. Vorgegebene Rollen vereinfachen vieles. Aber sie beschränken eben auch.“Margarete Stokowski. Untenrum Frei. Hamburg 2016, S. 8
Darsteller*innen
  • Amina Widmaier
  • Marie Hahn
  • Hannes Knischewski
  • Markus Forbrig
  • Dominic Jarmer
  • Pia Grabbe
  • Julia Unger
  • Tom Kretschmer
  • Florika Bestehorn
  • Andreas Matthus
  • Anja Haase
Regie Matthias Spaniel
Ausstattung Studierende der Architektur der TU Dresden im Rahmen des Seminars „szenischer Raum“ bei Prof. Ralf Weber; verantwortliche Dozenten Paul Bauer und Brian Curling; verantwortliche Studierende: Leonie Burgmaier, Sandra Hammermüller u.a.
Dramaturgie Georg Schmidt, Maria Hedwig
Assistenz Luise Kunitz
Trailer
Premiere 30.06.2017, Botanischer Garten der TU Dresden
Spieldauer ca. 110min, keine Pause
Aufführungsfotos Maximilian Helm
Aufführungsrechte Hartmann & Stauffacher Verlag, Köln 1980