Autor: Der Krieg der Viren. Wie beschreibt man das.
Regisseur: Das ist Dein Job. Dafür wirst Du bezahlt. Heiner Müller

Mitte März wurden die Endproben für das Projekt „EUROPA S“ am Staatstheater Karlsruhe durch die Corona-Pandemie jäh unterbrochen – die letzten 3 Wochen konnten wir den Prozess mit Distanz und öffentlicher Generalprobe vor reduzierten Publikum beenden: Die offizielle Premiere im dann hoffentlich vollem Theater findet am 14. Oktober 2020 statt.

Zuvor wird – so die Planung – das für die Erlanger Bürgerbühne geschriebene Stück zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung am 03. Oktober 2020 uraufgeführt werden, dem die Autorin Daniela Dröscher dem programmatischen Titel „Wer Ost sagt, muss auch West sagen“ gab – und auch an diesem Prozess sind die letzten Monate nicht spurlos vorbeigegangen:

SABINE (vom Band): Aber jetzt bildet sich sichtbar für alle heraus, wer wirklich unverzichtbar ist.
SILKE (vom Band): Da kann man noch so viel klatschen. Relevanter wird man dadurch nicht. Daniela Dröscher

Hier ein kleiner Ausblick auf die nächsten Projekte:

An der BÜHNE werde ich mit „Fuge 89“ (Arbeitstitel, Premiere am 08.11.19) ein Stück entwickeln, dass auf Interviews über die Wendezeit in der deutsch-tschechischen Grenzregion basiert. Am VOLKSTHEATER in Karlsruhe wird die Frage gestellt, wieviel und welches Europa eigentlich in jedem von uns steckt: „Europas“ hat am 18.04.20 Premiere. Und am 03.10.20 schließt sich mit „Grenzort Erlangen“ am dortigen Theater der dramaturgische Bogen: gesucht wird nach einer gesamtdeutschen Erzählung über 30 Jahre Wiedervereinigung.

Zudem organisiere ich im Kontext des Begleitstudiums „Theater – sehen, denken, spielen“ eine Tagung zum Thema „Haltung(en)“ zwischen dem 18. und 20. September – eine Selbstpositionierung, die nicht nur in der Theatervermittlung und nach Europa- und vor Landtagswahlen wichtiger denn je ist!

Die erste Premiere der neu gegründeten Bürgerbühne des Theaters Erlangen steht kurz bevor: Ab dem 5. Mai laden wir ein zu einer Trilogie über das Wohnen an verschiedenen Orten im Stadtraum – inzwischen werden die Fragen ja auch bundesweit diskutiert: Wie kann wohnen für alle bezahlbar bleiben? Welche (alternativen) Wohnkonzepte braucht es, wenn Raum und Fläche knapp werden? Wem gehört überhaupt die Stadt bzw. wer kann sich das wohnen dort noch leisten?

Nach fünf erfüllenden und lehrreichen Jahren gebe ich die künstlerische Leitung der BÜHNE zum Jahresende ab – meine Abschiedsinszenierung („Angriffe auf Anne“ von Martin Crimp) ist jedoch noch einmal Anfang 2019 dort zu sehen.

Am 15.12.2018 werde ich auch das letzte Mal auf der Bühne der BÜHNE stehen und lade zu meiner Abschiedsshow ein: „time to say good bye“… Als Gäste eingeladen sind viele Wegbegleiter*innen der letzten Jahre.

Neue künstlerische Projekte stehen jedoch auch schon bevor: So haben bereits Ende Oktober die Proben an der neu gegründeten Bürgerbühne des Theaters Erlangen zu einer Trilogie über das Wohnen im Stadtraum begonnen – Premiere wird im Mai 2019 sein.

Ab sofort ist die Webseite mit neuen Inhalten gefüllt – hier findet man alles Wissenswerte über meine bisherigen Projekte, aber auch wie ich über Theater denke und diese Kunstform anderen vermittle. Über Rückmeldungen oder An- und Nachfragen freue ich mich stets!